Coronavirus: Über 13.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden – Frankreich meldet neuen Rekord

Coronavirus: Über 13.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden – Frankreich meldet neuen Rekord

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Fast 13.500 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden

Frankreich hat einen neuen Rekord bei den Neuinfektionen verzeichnet. Binnen 24 Stunden kamen fast 13.500 Corona-Fälle hinzu. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Viele Departements verschärfen die Regeln.

Quelle: WELT

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In Frankreich schnellen die Zahlen der Coronavirus-Fälle nach oben. Auch die Zahl der Toten steigt. Die Regeln werden in vielen Departements immer strenger. In einem anderen Nachbarland Deutschlands sind die Zahlen ebenso auf Rekordniveau.

Frankreich hat einen neuen Rekord bei den Neuinfektionen verzeichnet. Binnen 24 Stunden kamen 13.498 Corona-Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium am Samstagabend mitteilte.

Die Zahl der Toten erhöhte sich um 26 auf 31.274. Tags zuvor war die Zahl der Toten noch um 154 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle liegt aber immer noch weit unter dem Niveau der Zahlen während des Höhepunkts der Pandemie im Frühjahr mit mehreren Hundert Corona-Toten täglich. In den vergangenen sieben Tagen kamen außerdem 3853 Covid-19-Patienten ins Krankenhaus, davon 593 auf Intensivstationen.

Im Kampf gegen die steigenden Corona-Zahlen verhängen immer mehr Städte und Departements strengere Regeln. Ab Montag sind im Departement Indre-et-Loire in der Mitte des Landes Tanzabende und von Studentengemeinschaften organisierte Abende verboten, ebenso Aperitifs, Umtrunke und Snacks im Stehen. Untersagt werden zudem Essensplatten für mehrere, Bars in geschlossenen Räumen ohne Sitzmöglichkeiten bleiben zu, wie die zuständige Präfektur am Samstag mitteilte. Toulouse, Nizza, Bordeaux und Marseille haben bereits ähnliche Regeln eingeführt.

Auch in Großbritannien größter Anstieg seit Mai

Rings um Deutschland haben Länder Rekordwerte am Wochenende gemeldet. Die Behörden in Dänemark registrierten am Samstag den höchsten Tageswert an Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie. 589 neue Fälle wurden bestätigt, wie aus Zahlen des dänischen Gesundheitsinstituts SSI hervorging.

Neuer Höchstwert auch in Polen: Hier verzeichneten die Behörden 1002 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau am Samstag mitteilte.

Tschechien verzeichnet mit 2046 Coronavirus-Neuinfektionen zwar etwas weniger als zuletzt, aber zugleich einen Höchstwert für Wochenenden, an denen gewöhnlich weniger Tests durchgeführt werden. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle stieg damit auf 48.306, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. In Tschechien nahmen die Ansteckungen zuletzt massiv zu. Gemessen an der Gesamtbevölkerung von 10,7 Millionen Einwohnern, haben nur Spanien und Frankreich in der Europäischen Union in den vergangenen zwei Wochen einen größeren Anstieg verzeichnet.

Sollte der deutliche Anstieg an Infektionen anhalten, könnte die tschechische Regierung Gesundheitsminister Adam Vojtech zufolge den Ausnahmezustand erklären. Die Regierung solle einen solchen Schritt am Montag diskutieren, sagte er in einer Fernsehdiskussion. In den vergangenen 14 Tagen belief sich die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner in Tschechien auf 193 laut dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten.

Auch in anderen EU-Ländern steigen die Fälle an. Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock mahnte die Bevölkerung angesichts der stark steigenden Infektionszahlen zur Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen. „Die Nation steht vor einem Wendepunkt, und wir haben die Wahl“, sagte er dem Sender Sky News am Sonntag. „Die Wahl besteht darin, dass sich entweder alle an die Regeln halten … oder wir müssen weitere Maßnahmen ergreifen.“ Am Samstag hatten die Behörden mit 4422 Neuinfektionen die größte Zunahme seit dem 8. Mai verzeichnet.

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In der spanischen Hauptstadt Madrid führt die rasant angestiegene Zahl der Neuinfektionen zu neuen Einschränkungen. Ab Montag sollen hier sechs Stadtteile und sieben Kommunen im Umland zur Eindämmung der Pandemie teilweise abgesperrt werden. Sie dürfen dann nur noch für dringende Angelegenheiten betreten oder verlassen werden – etwa für die Arbeit, für Arztbesuche, die Schule oder nach einer Vorladung der Justiz. In Spanien wurden nach Angaben von Freitag binnen 24 Stunden fast 14.400 Neuinfektionen registriert.

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