Nach TV-Duell Trump vs. Biden: Trump rudert nach Aufruf an rechtsradikale Gruppe zurück

Nach TV-Duell Trump vs. Biden: Trump rudert nach Aufruf an rechtsradikale Gruppe zurück

Live TV-Duell

„Haltet euch bereit“ – Trump rudert nach Aufruf an rechtsradikale Gruppe zurück

Trump und Biden in der ersten Fernsehdebatte vor der US-Wahl

US-Präsident Trump und sein demokratischer Herausforderer Biden trafen zur ersten Fernsehdebatte aufeinander. Kommentatoren bezeichnen diese als chaotisch, als ein schreckliches Durcheinander oder die schlimmste Debatte, die es je gegeben habe.

Quelle: WELT/Andrea Ohms

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Das erste TV-Duell zwischen Donald Trump und Joe Biden war von persönlichen Attacken geprägt. Eine besonders umstrittene Äußerung will Trump nun wieder einfangen. Und Moderator Wallace sagt, er sei „enttäuscht“ von der Debatte. Weitere Reaktionen im Liveticker.

US-Präsident Donald Trump ist nach seinem scharf kritisierten Aufruf an eine rechtsradikale Gruppe, sich „bereitzuhalten“, zurückgerudert. „Sie müssen sich zurückziehen und die Polizei ihre Arbeit machen lassen“, sagte Trump am Mittwoch. Zugleich beteuerte er, die gewaltbereite Gruppierung Proud Boys nicht zu kennen, die er noch am Vorabend bei der TV-Debatte mit seinem Herausforderer Joe Biden namentlich erwähnt hatte.

Wofür sich die Gruppe genau „bereithalten” sollte, ließ Trump offen. Moderator Wallace hatte Trump zuvor gefragt, ob er gewillt sei, sich eindeutig von rassistischen Gruppen zu distanzieren, was der Präsident nicht tat.

Am Rande von Anti-Rassismus-Protesten in den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei – und zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen rechten Gruppierungen und linken Aktivisten unter anderem der Antifa-Bewegung.

Kritiker werfen Trump vor, gezielt die Spannungen im Land zu schüren. Sie warnen vor möglicher Gewalt durch rechtsradikale Milizen, sollte der Amtsinhaber die Wahl verlieren und eine Niederlage nicht anerkennen. In Umfragen liegt Trump seit Monaten hinter Biden.

Das TV-Duell Trump vs. Biden live im Ticker: Die Highlights, die Reaktionen

Facebook verbietet Werbung gegen Wahlmethoden und zu Wahlmanipulation

Das weltgrößte Online-Netzwerk geht vor den US-Wahlen schärfer gegen Werbung vor, die von Wahlmanipulation spricht oder sich gegen bestimmte Wahlmethoden richtet. Entsprechende Anzeigen auf seiner Plattform und dem Foto- und Video-Dienst Instagram würden verboten, kündigte das Unternehmen an. Auch Nutzereinträge, die vorzeitige Ansprüche auf einen Wahlsieg anmelden, seien verboten. Der Schritt kam einen Tag, nachdem US-Präsident Donald Trump in seiner ersten Fernsehdebatte mit dem demokratischen Herausforderer Joe Biden seine Behauptungen bekräftigte, dass die Präsidentschaftswahlen am 3. November „manipuliert“ werden könnten.

Trump erklärt sich zum Sieger der TV-Debatte mit Biden

Nach dem chaotischen TV-Duell mit seinem Herausforderer Joe Biden hat sich US-Präsident Donald Trump zum Sieger der ersten Debatte vor der Präsidentschaftswahl erklärt. „Wir haben die Debatte gestern Abend nach jedem Maßstab mühelos gewonnen“, sagte der Republikaner am Mittwoch im Garten des Weißen Hauses. Mit Blick auf Biden – der am 3. November für die Demokraten in die Wahl zieht – sagte Trump: „Ich denke, dass er sehr schwach war. Er sah schwach aus, er jammerte.“ Trump sagte, er wolle auch die nächsten zwei TV-Debatten gegen Biden bestreiten. Sollte sein Herausforderer nicht teilnehmen wollen, sei das dessen Entscheidung.

Trump sagte, er habe „ungefähr sechs“ Umfragen gesehen, die ihn als Sieger bei der Debatte gesehen hätten. Es war unklar, auf welche Erhebungen er sich bezog. In manchen Twitter-Umfragen – die ohne wissenschaftliche Grundlage als unzuverlässig gelten – lag Trump zwar vorne. In Blitzumfragen der Sender CBS und CNN hielt dagegen eine Mehrheit Biden für erfolgreicher bei der Debatte als Trump.

Moderator Wallace „enttäuscht“ von TV-Debatte

Nach der chaotischen TV-Debatte zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden hat sich Moderator Chris Wallace enttäuscht über das Ergebnis gezeigt. „Für mich selber, aber viel wichtiger, ich bin enttäuscht für das Land, weil es ein viel nützlicherer Abend hätte werden können“, sagte Wallace am Mittwoch der „New York Times“. Die Debatte war von Chaos und persönlichen Angriffen dominiert worden. Vor allem Trump war bei der Debatte Biden, aber auch Wallace immer wieder ins Wort gefallen. Das TV-Duell glitt daraufhin ins Chaos ab.

Ihm sei nicht klar gewesen, „dass das die Strategie des Präsidenten sein würde, nicht nur für den Beginn der Debatte, sondern für die gesamte Debatte“, sagte Wallace. Während der Debatte habe er gedacht: „Ich bin ein Profi. So etwas habe ich noch nie durchgemacht.“ Er fügte hinzu: „Ich hätte mir nie träumen lassen, dass es so aus dem Ruder laufen würde.“ Auf die Frage, was er gefühlt habe, als er die Kandidaten zu weniger Unterbrechungen aufforderte, antwortete der Moderator: „Verzweiflung.“ Wallace kommt vom Trump-freundlichen Fernsehsender Fox News, ist aber als unabhängig respektiert.

Wallace sprach sich gegen Vorschläge aus, den Moderatoren bei den nächsten Debatten zu ermöglichen, den Kandidaten die Mikrofone abzudrehen. „Praktisch hätte der Präsident, selbst wenn sein Mikrofon abgeschaltet gewesen wäre, weiterhin unterbrechen können“, sagte er. Ein solcher Schritt könne außerdem Konsequenzen haben. „Zu viele Menschen vergessen, dass diese beiden Kandidaten die Unterstützung von Dutzenden Millionen Amerikanern haben.“

Trump rudert nach umstrittenem Aufruf an rechtsradikale Gruppe zurück

US-Präsident Donald Trump ist nach seinem scharf kritisierten Aufruf an eine rechtsradikale Gruppe, sich „bereitzuhalten“, zurückgerudert. „Sie müssen sich zurückziehen und die Polizei ihre Arbeit machen lassen“, sagte Trump am Mittwoch. Zugleich beteuerte er, die gewaltbereite Gruppierung Proud Boys nicht zu kennen, die er noch am Vorabend bei der TV-Debatte mit seinem Wahl-Herausforderer Joe Biden namentlich erwähnt hatte.

Wofür sich die Gruppe genau „bereithalten” sollte, ließ Trump offen. Moderator Wallace hatte Trump zuvor gefragt, ob er gewillt sei, sich eindeutig von rassistischen Gruppen zu distanzieren, was der Präsident nicht tat.

Am Rande von Anti-Rassismus-Protesten in den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei – und zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen rechten Gruppierungen und linken Aktivisten unter anderem der Antifa-Bewegung.

Kritiker werfen Trump vor, gezielt die Spannungen in dem Land zu schüren. Sie warnen vor möglicher Gewalt durch rechtsradikale Milizen, sollte der Amtsinhaber die Wahl verlieren und eine Niederlage nicht anerkennen. In Umfragen liegt Trump seit Monaten hinter Biden.

Bolsonaro attackiert Biden

Der brasilianische Staatschef Jair Bolsonaro hat scharf auf die Äußerungen des US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden zum Amazonas-Gebiet reagiert. „Als Staatsoberhaupt, das seine Diplomatie mit den Vereinigten Staaten nach Jahrzehnten feindseliger Regierungen wieder vollständig aufgenommen hat, ist eine so katastrophale Erklärung schwer zu verstehen“, schrieb Bolsonaro auf Twitter am Mittwoch. „Bedauernswert, Herr Joe Biden.“

Biden hatte in der ersten Fernsehdebatte zur US-Präsidentschaftswahl am Dienstag gesagt, er werde im Falle seiner Wahl als Teil einer größeren Anstregung im Kampf gegen den Klimawandel Länder zusammenbringen und 20 Milliarden US-Dollar für den Schutz des Amazonas-Gebiets mobilisieren. Die weitere Zerstörung des Gebiets würde „erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen“ haben, sagte der demokratische Herausforderer von US-Präsident Donald Trump. Der Republikaner Trump ist ein Verbündeter Bolsonaros.

Veranstalter wollen Änderungen am Format

Nach der chaotischen TV-Debatte planen die Veranstalter Änderungen am Konzept. Der Ablauf des Duells habe deutlich gemacht, „dass das Format der verbliebenen Debatten zusätzliche Struktur braucht, um eine geregeltere Diskussion über die Themen sicherzustellen“, teilte die Kommission für Präsidentschaftsdebatten am Mittwoch mit.

Das erste Streitgespräch von Trump und Biden in der Nacht zum Mittwoch war über weite Abschnitte im Chaos versunken. Trump fiel Biden immer wieder ins Wort und ließ ihn seine Sätze nicht abschließen. Biden redete auch dazwischen, aber etwas seltener. Der erfahrene TV-Journalist Chris Wallace als Moderator verlor immer wieder die Kontrolle über die Situation – und konnte die Kandidaten nur ermahnen, einander zu Wort kommen zu lassen.

Nach dem Konzept der Debatte hätten eigentlich sechs Themen in 15-minütigen Blöcken erörtert werden sollen. Zunächst sollten Trump und Biden jeweils zwei Minuten ungestört ihre Position darlegen, danach war eine freie Diskussion vorgesehen. Doch schon bei den Eröffnungsstatements gab es Unterbrechungen und die Kandidaten redeten gelegentlich gleichzeitig. Außerdem wichen sie oft vom gerade vorgegebenen Thema wie Corona-Krise oder Wirtschaftslage ab.

Die zweite der drei Debatten zwischen Trump und Biden ist für den 15. Oktober Ortszeit (3.00 Uhr am Mittwoch MESZ) angesetzt. Sie ist ohnehin in einem anderen Format als die erste vorgesehen – als Fragestunde für Wähler. Die dritte Debatte ist nach jetzigem Stand wieder als 90-minütiges Rededuell mit einem Moderator geplant.

Biden: Trumps Verhalten bei Debatte war peinlich für das Land

US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat den Auftritt von Amtsinhaber Donald Trump beim TV-Duell der beiden Kontrahenten als „Peinlichkeit für das Land“ bezeichnet. Trump habe 90 Minuten lang alles versucht, um abzulenken, sagte Biden am Mittwoch in Alliance im US-Bundesstaat Ohio vor Journalisten. Der Republikaner war Biden bei der Debatte am Dienstagabend (Ortszeit) ständig ins Wort gefallen und hatte ihn auch persönlich angegriffen. „Trump hat keinen Plan, keine Ideen“, sagte Biden.

Auf die Frage, was er unentschiedenen Wählern sage, die die Debatte gesehen hätten und genug von der Politik hätten, sagte der Demokrat: „Ich kann es verstehen.“

TV-Duell geht auf Twitter weiter – “Du würdest keinen Vorort kennen, außer du biegst falsch ab”

Nach der TV-Debatte überziehen sich die beiden Kontrahenten auf Twitter weiter mit Vorwürfen. Herausforderer Joe Biden schrieb am Mittwoch in einem Tweet, er habe genug vom “rassistischen Hundepfeifen” von Donald Trump. “Hundepfeifen-Politik” meint die Verwendung codierter Sprache, die nur von der eigenen Anhängerschaft erkannt wird. Biden fügte hinzu: “Du würdest keinen Vorort kennen, außer du biegst falsch ab.”

Trump hatte in einem Tweet seinem demokratischen Rivalen vorgeworfen, den Begriff “Law and Order” (“Recht und Ordnung”) nicht benutzt zu haben. “Das war’s dann wohl mit den Vororten.” Trump wirft Biden immer wieder vor, die Vororte würden in Gewalt versinken, wäre der Demokrat Präsident.

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Trump hatte Biden bei der Debatte gefragt, ob er für Recht und Ordnung sei. Der antwortete: “Ja, ich bin für Recht und Ordnung. Recht und Ordnung mit Gerechtigkeit, dass Menschen fair behandelt werden.”

Trump sorgt mit Aussagen für Begeisterung bei rechter Gruppierung

US-Präsident Donald Trump hat mit Aussagen über eine rechte Gruppierung namens Proud Boys Begeisterung unter deren Anhängern ausgelöst. Die „New York Times“ berichtete am Mittwoch, in privaten Kanälen auf sozialen Medien hätten Proud-Boys-Anhänger Trumps Kommentar als „historisch“ gefeiert. In einem Kanal hätten Mitglieder der Gruppe die Aussage des Präsidenten als stillschweigende Billigung ihrer gewalttätigen Taktiken gewertet. In einer weiteren Nachricht heiße es, die Gruppe sehe bereits eine Zunahme der Zahl „neuer Rekruten“. Die Proud Boys veröffentlichten im Internet ihr Logo mit der Aufschrift „Haltet euch zurück und haltet euch bereit“.

Trump hatte sich am Dienstagabend in der TV-Debatte mit seinem Herausforderer Joe Biden vor der Präsidentschaftswahl geweigert, rechtsradikale Gruppen zu verurteilen. „Wen soll ich verurteilen?“, fragte er Moderator Chris Wallace. „Proud Boys – haltet euch zurück und haltet euch bereit“, sagte Trump danach („stand down and stand by“). Trumps Sohn Donald Trump Jr. sagte im Sender CBS, dass sein Vater sich wohl versprochen habe. Die „New York Times“ zitierte Präsidentenberater Jason Miller, der sagte, Trump habe deutlich gemacht, dass die Proud Boys Gewalt beenden sollten.

Die Proud Boys – auf Deutsch etwas die stolzen Kerle oder stolzen Jungs – wurden 2016 vom rechten Aktivisten und Journalisten Gavin McInnes gegründet. Die Bürgerrechtsorganisation Southern Poverty Law Center (SPLC) stuft die Gruppierung als „Hassgruppe“ ein, als islam-, einwanderungs- und frauenfeindlich sowie gewaltbereit. McInnes bezeichnet die Proud Boys lediglich als „pro-westliche Bruderschaft“, die sich der politischen Korrektheit des liberalen Lagers widersetze.

Die Proud Boys weisen den Vorwurf des Rassismus zwar zurück; Beobachter weisen aber darauf hin, dass Mitglieder immer wieder rassistische Kommentare im Internet teilen und an Aufmärschen rassistischer Gruppen teilnehmen, so etwa beim berüchtigten Marsch von Rechtsextremen in Charlottesville im Jahr 2017. In den vergangenen Monaten traten teilweise bewaffnete Proud Boys immer wieder am Rande von Protesten der Anti-Rassismus-Bewegung Black Lives Matter in Erscheinung. Es kam zu Zusammenstößen mit Aktivisten der linken Antifa-Bewegung.

Trump stichelt gegen Moderator: “Chris hatte eine harte Nacht”

US-Präsident Donald Trump hat sich am Morgen nach der TV-Debatte ironisch über Fox-News-Moderator Chris Wallace geäußert. Auf Twitter schrieb er: “Chris hatte eine harte Nacht. Zwei gegen einen war keine Überraschung, sondern Spaß. Viele wichtige Punkte gemacht (…)“. Wallace hatte Schwierigkeiten, das Gespräch in geordnete Bahnen zu lenken, weil vor allem Trump immer wieder seinen Herausforderer Joe Biden oder auch den Moderator selbst unterbrach.

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“Weltweit nimmt die Sachlichkeit ab, Gewinner sind die Populisten”

Der Autor und Psychologe Ahmad Mansour twitterte zum TV-Duell, die “Debattenkultur” sei im deutschsprachigen Twitter teilweise genauso “hässlich” und “chaotisch”. “In den USA dagegen hat die Art zu diskutieren schon die höchsten Ämter erreicht. Weltweit nimmt die Sachlichkeit ab, Gewinner sind die Populisten”, schreibt er.

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Markus Blume: “Völlige Entgleisung der Sprache und Verrohung der politischen Kultur”

CSU-Generalsekretär Markus Blume kommentiert mit einem Tweet die TV-Debatte: “Bin froh, in Deutschland zu leben. Völlige Entgleisung der Sprache und Verrohung der politischen Kultur bei der US-Präsidentschaftsdebatte. Wake up America and choose wisely!”

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Grünen-Politiker Cem Özdemir kritisiert in einem Tweet US-Präsident Donald Trump: “Demokratie heißt auch Zuhören, Ausredenlassen, faktenbasierte Argumentation. All das ist mit einem autoritären Charakter wie Trump nicht möglich. Nach #Debates2020 ist noch klarer: Die USA brauchen Erneuerung. Und wir brauchen die Erneuerung der USA.”

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Röttgen zeigt sich nach TV-Duell besorgt über Zustand der USA – Gysi lobt Auftritt Bidens

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, Norbert Röttgen (CDU), hat sich nach dem Fernsehduell zwischen US-Präsident Donald Trump und dessen Herausforderer Joe Biden besorgt über den Zustand der USA gezeigt. „Es ist besorgniserregend, dass sich die USA in einem Zustand befinden, in dem es den beiden Bewerbern um das mächtigste Amt in der Welt nicht gelingt, auch nur eines der zahlreichen Probleme des Landes sachlich zu diskutieren“, sagte Röttgen WELT. „Dabei haben sowohl die Wähler als auch die internationalen Partner viele offene Fragen.“

Der Linke-Außenpolitiker Gregor Gysi lobte den Auftritt Bidens: „Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass die USA einen neuen Präsidenten brauchen – das erste TV-Duell gegen Trump – Biden hat ihn erbracht“, sagte Gysi WELT. „Wer so herumkrakeelt, lügt und unglaubwürdig ist wie Trump, hat im Weißen Haus nichts mehr zu suchen. Es steht aber zu befürchten, dass Trump versuchen wird, die Wahl nicht durch die Wählerinnen und Wähler, sondern durch das Oberste Gericht zu gewinnen, um dessen Zusammensetzung jetzt so hart gestritten wird.“

Lambsdorff: TV-Duell zwischen Trump und Biden „vergiftete“ Debatte

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP im Bundestag, Alexander Graf Lambsdorff, hat das erste TV-Duell im US-Präsidentschaftswahlkampf als „vergiftete“ Debatte bewertet. Bezeichnend sei für ihn gewesen, dass der demokratische Kandidat Joe Biden das Verhalten des republikanischen US-Präsidenten Donald Trump als „unpräsidentiell“ bezeichnete, sagte Lambsdorff im ARD-„Morgenmagazin“ am Mittwoch. Trumps Auftritt habe auch für ihn nicht die nötige Würde des Präsidentenamtes widergespiegelt.

Trumps zum Teil mit falschen Darstellungen gespickte Argumentation mache es dem Gegner oft schwer, „dagegen anzugehen, weil man immer erst erklären muss, was eigentlich die Wahrheit ist, bevor man zu seinen eigenen Argumenten kommt“, sagte Lambsdorff. Biden habe in der Debatte mit Aussprüchen wie „Clown“ und „Mund halten“ gezeigt, dass auch er bereit sei, „hart dagegen zu gehen.“ Mit der härteren Gangart habe Biden womöglich den Menschen aus dem Arbeitermilieu zeigen wollen, dass auch er mal „zurückschlagen kann“, sagte Lambsdorff.

Transatlantiker Beyer: TV-Duell war „schlechte Unterhaltung“

Der Koordinator für die transatlantische Zusammenarbeit der Bundesregierung, Peter Beyer (CDU), sieht nach der ersten TV-Debatte im US-Präsidentschaftswahlkampf leichte Vorteile bei Amtsinhaber Donald Trump. Der Republikaner habe sich „aggressiver“ und „angriffslustiger“ gezeigt als sein Konkurrent Joe Biden, sagte Beyer am Mittwochmorgen im Deutschlandfunk. Der Demokrat Biden habe sich nach Ansicht Beyers streckenweise zu sehr zurückgehalten und nur schwer mit Trumps „ständigen Unterbrechungen und verbalen Attacken“ umgehen können.

Das Duell sei keine Debatte gewesen, sondern „schlechte Unterhaltung“, sagte Beyer. Trump habe aber aus seiner Sicht „klar dominiert“, eben „weil er sich so unpräsidentiell verhalten hat, vielleicht auch schon fast unwürdig“. Von der ersten Minute an habe der Amtsinhaber „raufgeschlagen“. Er glaube nicht, dass die Debatte Wechselwähler angesprochen habe, sagte Beyer. „Vielleicht hat dieses chaotische Sich-gegenseitig-Behaken auch potenzielle Wähler eher verschreckt, überhaupt zur Wahl zu gehen.“

“Es ist unerträglich”

Die Autorin und Aktivistin Katharina Nocun kritisiert Donald Trumps Strategie in der TV-Debatte. Diese sei wie folgt zusammenzufassen: “1. Einfach immer behaupten, man hätte recht. 2. Zentrale Wörter & Sätze extrem oft wiederholen. 3. Das alles in einfachen Sätzen. 4. Bei Gegenargumenten den Gegner krass beschimpfen”, schreibt sie auf Twitter und kommentiert, es sei “unerträglich”.

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Dax dürfte nach TV-Duell schwächer starten

Nach dem ersten TV-Duell von US-Präsident Donald Trump und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden dürften sich Anleger am deutschen Aktienmarkt zurückziehen. Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Mittwoch etwas niedriger starten. Am Dienstag war der deutsche Leitindex 0,4 Prozent schwächer bei 12.826 Punkten aus dem Handel gegangen. Die Debatte zwischen Trump und Biden in der Nacht zu Mittwoch war geprägt von gegenseitigen Beleidigungen und persönlichen Angriffen. Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners sieht Biden als Gewinner des Duells, was an den Börsen eher negativ aufgefasst werde. „Ein Präsident Biden könnte die Steuerreform Trumps in Teilen zurückdrehen“, erläuterte Altmann. Unter den Börsianern gebe es deswegen nicht wenige, die sich vier weitere Jahre Trump wünschten. Dieser wiederum ließ in dem Duell offen, ob er eine Wahlniederlage akzeptieren werde.

“Kinder führen im Stil bessere Debatten”

Auch in Deutschland wird das erste TV-Duell diskutiert. Finn Petersen, Koordinator der Grünen Jugend in Schleswig-Holstein, schreibt auf Twitter: “Also Kinder, die sich um ein Spielzeug streiten, führen im Stil bessere Debatten, als die Präsidentaschaftskandidaten. Und da lässt sich Biden leider nicht von ausnehmen. Trotzdem kann man nur hoffen, dass er sich in 5 Wochen durchsetzt.”

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Claus Kleber, Moderator des “Heute Journals” im ZDF, twitterte: “Unfassbar! Man war live dabei und kann nicht glauben, was man gesehen hat. “Es war ein Chaos in einem Müllhaufen in einer Karambolage”. Trump hat eines bewiesen: dass er keinen Regeln kennt oder respektiert – die essenzielle Fähigkeit eines “Leaders” in einer Demokratie.”

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“Eltern würden Trump-ähnliches Verhalten nicht tolerieren”

Mustafa Tameez kommentiert auf Twitter: “Kein Lehrer oder Elternteil in Amerika würde Trump-ähnliches Verhalten von seinen Kindern tolerieren.”

Stephen King: “Mikrofone abschalten”

Autor Stephen King wünscht sich nach dem chaotischen ersten TV-Duell auf Twitter, dass der Moderator der nächsten Debatte die Möglichkeit haben soll, die Mikrofone abzuschalten.

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Kamala Harris: “Amerika wurde die Auswahl präsentiert”

Kamala Harris, Bidens Vize-Kandidatin, twitterte nach der Debatte, Amerika sei die Auswahl präsentiert worden: “Ein Führer, der einen klaren Weg nach vorne bietet, gegen einen wütenden, unterbrechenden Mobber.”

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Kritik an Moderator Wallace

Auf Twitter monieren Zuschauer die Leistung von Moderator Chris Wallace.

Jack Brown schreibt, Wallace habe versagt. “Es gab keine Moderation. Er ließ Trump unterbrechen, ohne ihn zu bestrafen.”

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User ”rolandsmartin” wurde noch deutlicher: Wallace sei ein “absolut erbärmlicher Moderator”. Er habe eine “miserable Performance” abgeliefert. “Er hat keine Kontrolle.”

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Biden: “Hat er eine Sache gesagt, die Ihr Leben besser macht?”

Joe Biden schreibt auf Twitter, Trump habe ja eine Menge gesagt, aber: “Können Sie eine Sache benennen, die er gesagt hat, die Ihr Leben besser macht?”

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Trump vs. Biden – und Wallace?

Donald Trump meint, in der TV-Debatte nicht nur seinen Herausforderer Biden als Gegner gehabt zu haben, sondern auch Moderator Wallace. Das symbolisiert er mit Bildern in einem Tweet.

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Auch Charlie Kirk, der sich in einer Studentenbewegung für Trump stark macht, schlägt auf Twitter in die gleiche Kerbe: “Trump hat heute Abend zwei Gegner besiegt”, schreibt er.

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“Es gab noch nie eine Regierung, die das getan hat, was ich getan habe“

Eine Auswahl an Donald Trumps Zitaten:

„Ich hoffe, dass es eine faire Wahl sein wird.“

„Aber dann werden Tausende von Stimmzetteln manipuliert – das kann ich nicht akzeptieren.“

(Trumps unbestätigter Vorwurf, dass die Briefwahl zu seinen Ungunsten manipuliert werden könnte.)

„Es gab noch nie eine Regierung, die das getan hat, was ich getan habe.“

(Trump zu seiner Regierungsbilanz.)

„Viele Dinge tun das, aber in einem gewissen Ausmaß, ja.“

(Trump auf die Frage, ob er glaube, dass Umweltverschmutzung und Treibhausgase zur Erderwärmung beitrügen.)

„Millionen von Dollar“

(Trump auf die Frage, wie viel Einkommenssteuer auf Bundesebene er im Jahr seiner Wahl – 2016 – sowie 2017 gezahlt habe. Die „New York Times“ hatte berichtet, dass Trump in den Jahren 2016 und 2017 lediglich jeweils 750 Dollar Einkommensteuer auf Bundesebene zahlte.)

„Ich möchte keine Steuern zahlen.“

“Sie sind der schlechteste Präsident, den Amerika je hatte”

Eine Auswahl an Joe Bidens Zitaten:

„Würden Sie mal die Klappe halten, Mann?“

„Es ist schwer, mit diesem Clown auf den Punkt zu kommen.“

(Reaktion Bidens, nachdem ihm Trump zum wiederholten Mal ins Wort gefallen war.)

„Sie sind der schlechteste Präsident, den Amerika je hatte.“

(Biden zur Regierungsbilanz von Trump.)

„Er ist Putins Welpe.“

(Biden zum Verhältnis von Trump zum russischen Staatschef Wladimir Putin.)

„Man kann die Wirtschaft nicht in Ordnung bringen, bevor man die Corona-Krise löst.“

„Wir können den Rassismus in Amerika überwinden.“

„Gewalt ist nie richtig, nur friedlicher Protest ist es.“

(Biden zu den Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt.)

„Kommt und wählt, wählt, wählt!“

„Er kann nicht im Amt bleiben, das wird nicht passieren.“

(Biden zu Spekulationen, Trump werde im Fall einer Wahlniederlage das Weiße Haus nicht räumen.)

Asiatische Börsen reagieren durchwachsen auf US-Präsidentschaftsdebatte

Die asiatischen Aktien haben sich am Mittwoch mit Blick auf die erste US-Präsidentschaftsdebatte durchwachsen gezeigt. Das erste Duell zwischen dem Demokraten Joe Biden und Präsident Donald Trump wurde von politischen Analysten als Trumps beste Chance gewertet, seinen in Meinungsumfragen bestehenden Rückstand aufzuholen. Ein gutes Abschneiden für Trump in der Debatte könnte die ansonsten vorsichtige Marktstimmung heben, sagte Michael McCarthy, Chefstratege bei Broker CMC Markets in Sydney.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent tiefer bei 23.510 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1 Prozent und lag bei 1641 Punkten.

Zuschauer durch Debatte verärgert

US-Präsident Donald Trump und sein Herausforderer Joe Biden haben sich bei ihrer ersten Fernsehdebatte harte Wortgefechte geliefert. Trump unterbrach Biden so häufig, dass Moderator Chris Wallace ihn wiederholt zurechtwies.

Bei den Zuschauern kam das Spektakel nicht gut an. Befragt nach ihrem überwiegenden Gefühl beim Anschauen der Debatte antworteten in einer CBS-Blitzumfrage mehr als zwei Drittel (69 Prozent), die Diskussion habe sie vor allem verärgert, sie habe sich für sie “nervtötend” angefühlt.

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Trump greift Biden-Sohn Hunter Biden an

Der Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hat Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump gegen seinen Sohn Hunter Biden energisch zurückgewiesen. Trump verwies am Dienstag in Cleveland bei der ersten TV-Debatte darauf, dass Hunter Biden wegen Drogenkonsums aus dem Militär entlassen worden sei. Biden antwortete: „Mein Sohn hatte ein Drogenproblem, aber er hat es überwunden, und ich bin stolz auf ihn.“ Biden wies auch Vorwürfe Trumps zurück, dass Hunter Biden mit fragwürdigen Geschäften im Ausland Millionen gemacht habe.

Trump räumt Einfluss des Menschen auf Klimawandel ein, Biden will Ausstieg aus Paris-Abkommen rückgängig machen

US-Präsident Donald Trump hat einen Einfluss des Menschen auf den Klimawandel eingeräumt. Auf die Frage, ob er glaube, dass Umweltverschmutzung und Treibhausgase zur Erderwärmung beitrügen, sagte Trump: „Viele Dinge tun das, aber in einem gewissen Ausmaß ja.“ Trump sagte, die Waldbrände an der US-Westküste hätten ihre Ursache auch darin, dass dort anders als in Europa keine ausreichende Fortstwirtschaft betrieben werde.

Seinem Herausforderer Joe Biden warf Trump vor, dass dessen Umweltschutzpläne unbezahlbar wären. Er behauptete außerdem, dass dann keine Flugzeuge mehr fliegen würden und dass Bidens Demokraten die Haltung von Kühen unmöglich machen würden.

Biden kündigte an, den von Trump angekündigten Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen rückgängig zu machen. Trump hat in der Vergangenheit immer wieder Zweifel daran geäußert, dass der Klimawandel auf den Einfluss des Menschen zurückgeht. In seiner Amtszeit hat er zahlreiche Umweltschutzverordnungen gelockert.

Ende einer chaotischen ersten Debatte

Wallace beendet die erste Debatte und verweist auf das Duell der Running Mates am 7. Oktober zwischen Vizepräsident Mike Pence und Kamela Harris.

Es war ein teils chaotischer Schlagabtausch mit vielen Unterbrechungen und eine Reihe von offen gebliebenen Fragen. Donald Trump legte sich kaum fest und schaffte es immer wieder, auch konkrete Fragen ins Leere laufen zu lassen. Joe Biden reagierte immer wieder abschätzig auf das Verhalten Trumps, er versuchte immer wieder die Zuschauer direkt anzusprechen und seine Botschaften mit direkten Blickkontakt an die Wählen zu richten. Chris Wallace hatte große Mühe, der Debatte Struktur und Schwerpunkte zu geben und ein ausgewogenes Duell zu garantieren. Nicht selten fiel der US-Präsident auch dem Moderator des Abends ins Wort.

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Streit über Integrität der Wahlen

Das letzte Thema des ersten TV-Duells ist die Integrität der Wahlen. Biden ruft die Amerikaner dazu auf, sich zu informieren auf ivote.com. “Gehen Sie wählen”, fordert Biden die Amerikaner auf. Der Chef des Heimatschutzministeriums und der FBI-Chef betonten die Sicherheit der Briefwahl. “Wenn wir die Stimmen haben, dann ist das vorbei”, sagt Biden mit Blick auf Trump. “Dann ist die Zeit der Unwahrheiten vorbei.”

Trump beklagt, dass das Land mit Briefwahlunterlagen überschwemmt wird. Trump will seine Unterstützer dazu aufrufen, sich in den Wahllokalen von der Rechtmäßigkeit der Wahl zu überzeugen.

Trump lehnt erneut eine Zusage ab, dass er das Ergebnis der Präsidentschaftswahl unabhängig vom Ausgang anerkennen werde. Der Amtsinhaber weicht entsprechenden Fragen aus und spricht erneut von angeblichem massiven Betrug bei den Briefwahlen. Biden dagegen sagt, er werde den Ausgang der Wahl akzeptieren.

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Biden nutzt Frage nach Wirtschaft für Appell an Wähler

Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat den Wirtschaftsteil der ersten TV-Debatte mit Amtsinhaber Donald Trump genutzt, um sich direkt an die Wähler zu wenden. In der Corona-Krise sei es Millionären und Milliardären wie Trump gut ergangen, „aber Ihr Leute zuhause, wie geht es Euch?“, sagte Biden in die Kamera. Es ist eine klassischer Zug in TV-Debatten in Amerika seit der damalige Kandidat 1979 die Zuschauer aufrief, darüber nachzudenken, ob es ihnen besser gehe als vor vier Jahren.

Trump wiederholte unterdessen seine Darstellung, dass er die beste Wirtschaft in der Geschichte des Landes aufgebaut habe, bevor das Coronavirus sie weitgehend zum Stillstand gebracht habe. Jetzt baue er sie wieder auf. Biden entgegnete: „Man kann die Wirtschaft nicht in Ordnung bringen, bevor man die Corona-Krise löst.“

Genauso wie bei anderen Themen rutschte das Streitgespräch auch beim Wirtschaftsthema oft in ein chaotisches Wortgefecht ab, in dem Trump und Biden durcheinander sprachen. Insbesondere fiel der Präsident seinem Herausforderer ins Wort. „Es ist schwer, mit diesem Clown auf den Punkt zu kommen“, beschwerte sich Biden an einem Punkt.

Biden: Trump ist der schlechteste Präsident der USA

Biden bescheinigt Trump eine verheerende Regierungsbilanz. „Sie sind der schlimmste Präsident, den Amerika je hatte“, sagt Biden. Biden sagt, die USA seien unter Trump kranker, schwächer, ärmer, gewalttätiger geworden. Das dürfe so nicht weitergehen. Die Debatte franst aus, die Kandidaten landen wieder bei Bidens Sohn, streiten darüber, ob er ehrenhaft aus der US-Armee ausschied, seine Drogenabhängigkeit und die Russland-Vergangenheit. Trump geht wieder in Bidens Aussagen. “Warum lassen Sie ihn nicht ausreden”, fragt Wallace energisch. Ihr Lager habe den Regeln der Debatte zugestimmt. “Warum halten Sie sich nicht daran?”

Warum Trump glaubt, eine zweite Amtszeit zu verdienen

Trump bekommt die Gelegenheit zu erklären, weshalb er eine zweite Amtszeit verdient. Er erinnert neben dem Wirtschaftswachstum daran, dass er 300 Richterposten besetzt hat, nachdem die Demokraten 128 Stellen unbesetzt gelassen hätten.

Debatte um Law and Order

Es geht nun um Law and Order, die Kriminalitätsraten in New York oder Chicago. Biden möchte die finanzielle Ausstattung der Gemeindepolizisten verbessern. So könne den Vorstädten am besten geholfen werden. Trump entgegnet, dass der Demokrat kein Interesse habe, eine Law-and-Order-Politik durchzuziehen, weil er dann die Unterstützung seiner Anhänger verliere. Mit Blick auf die Proteste und Unruhen beschuldigt Biden Trump, kein Interesse daran zu haben, die Lage zu beruhigen. Trump gieße Öl ins Feuer.

Themenkomplex Rassismus

Der Rassismus in den USA ist das nächste größere Themenfeld der Debatte. Biden sieht eine systemische Ungleichheit im Land. Die meisten Polizisten im Land seien integer, die “faulen Äpfel “müssten aussortiert werden. Trump erklärt, weshalb er Sensitivitätsschulungen zum Rassismus in den USA abschaffen will. Er wirft Lehrern vor, “Hass zu schüren gegen unser Land. Und das lasse ich nicht zu. Das ist mit mir nicht zu haben”.

Biden wirft Trump vor, nichts für die afroamerikanische Bevölkerung getan zu haben. Trump entgegnet, Biden habe Afroamerikaner schlecht behandelt. Außerdem wirft er ihm vor, nichts gegen die Unruhen während der Proteste gegen Rassismus und Polizeibrutalität getan zu haben. „Die Menschen in diesem Land fordern ‘law and order’. Und Sie wollen es nicht mal sagen.“

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Trump spottet über Bidens Masken in der Corona-Pandemie

Trump hat sich erneut darüber lustig gemacht, dass sein Herausforderer Joe Biden wegen der Corona-Pandemie in der Öffentlichkeit stets eine Maske trägt. Biden trage selbst dann einen Mund-Nasen-Schutz, wenn er 200 Fuß (rund 60 Meter) von anderen Menschen spreche, sagte Trump. Selbst dann trete Biden „mit der größten Maske auf, die ich je gesehen habe“. Biden betonte die Bedeutung von Masken, um die Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden.

Trump betonte, er trage eine Maske, wenn das notwendig sei. „Ich habe eine Maske hier. Ich trage eine Maske, wenn ich denke, dass ich eine Maske brauche.“ Trump war noch lange ohne Maske aufgetreten, als die Gesundheitsbehörde CDC ausdrücklich dazu geraten hatte. Ihm war vorgeworfen worden, ein schlechtes Beispiel abzugeben.

Trump verteidigte auch seine Wahlkampfauftritte mit Tausenden Anhängern. „Niemand kommt zu seinen Wahlkampfveranstaltungen“, sagte der Präsident mit Blick auf Biden. An die Adresse seines Herausforderers sagte er: „Wenn Sie die Massen bekommen könnten, würden Sie dasselbe machen.“ Biden nannte Trumps Verhalten „unverantwortlich“.

„Halt den Mund, Mann!“, sagt Biden

Donald Trump lenkt die Debatte auf Hunter Biden, den Sohn des demokratischen Kandidaten. Trump behauptet, der Sohn Bidens habe von der “Bürgermeisterin in Moskau Millionen erhalten”. Biden betont, das sei nicht richtig und hat Probleme, das Wort bei sich zu halten. Trump lässt ihn nicht zu Wort zu kommen.

Wallace wird lauter, “ich möchte das nicht, aber sie tun es ja auch”, und erinnert die Kandidaten an die Form der Debatte. Jeder habe zu Beginn eines neues Themenblocks zwei Minuten zur freien Verfügung, anschließend sollte jeder das Recht haben, ausreden zu dürfen. “Lassen Sie Biden ausreden”, sagt Wallace mit Blick auf Trump.

„Halt den Mund, Mann!“ rief Biden zuvor seinem Rivalen zu, nachdem der Präsident ihm wiederholt ins Wort gefallen war. Auch nennt er Trump einen “Clown”, entschuldigt sich aber sogleich dafür.

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Biden zu Trump-Vorwurf: „Jetzt bin ich die Demokratische Partei“

US-Präsident Donald Trump wirft seinem demokratischen Rivalen vor, für die Abschaffung der privaten Krankenversicherung zu sein. Biden entgegnet, dass er sich im Nominierungsrennen seiner Partei durchgesetzt habe, weil er gegen eine allgemeine gesetzliche Gesundheitsversorgung für alle gewesen sei, wie sie viele seiner Rivalen gefordert hätten. Er sei vielmehr für eine Ausweitung der Gesundheitsreform von Expräsident Barack Obama eingetreten.

Dennoch beharrt Trump darauf, dass die Demokraten eine Abkehr von der privaten Versicherung einforderten und Biden ihren Willen aufzwingen würden. Darauf sagte Biden: „Meine Partei bin ich. Jetzt bin ich die Demokratische Partei.“

Trumps Steuererklärung – “Haben Sie 750 Dollar Steuern bezahlt?”

Trump wird mit der Frage zu seiner Steuererklärung konfrontiert. “Haben Sie 750 Dollar Steuern bezahlt?”, möchte Wallace vom US-Präsidenten wissen. Er habe Millionen Dollar an Steuern gezahlt in den Jahren 2016 und 2017. Jeder würde das Papier zu sehen bekommen, sie sei noch nicht fertig. “Es geht um 180 Seiten”, so Trump.

Dritter Themenkomplex: Die Wirtschaft

Nun geht es um die Ökonomie. Der US-Präsident erinnert, dass er in der Corona-Krise “die größte Wirtschaft schließen musste”. Jetzt zeichne sich eine V-förmige Erholung ab mit einem “Rekordwachstum”. Trump lehnt es ab, im weiteren Verlauf der Pandemie wieder in einen Lockdown zu gehen.

Biden widerspricht – und kommt auch auf die Berichte über Trumps Einkommenssteuer zu sprechen. Biden betont, dass sein Wirtschaftsplan für die kommenden Jahre sieben Millionen mehr Arbeitsplätze schaffen würde und eine Billion Dollar mehr Wachstum. “Wir haben einen Wirtschaftsboom wie nie zuvor”, entgegnet Trump. “Hören Sie doch auf!”, sagt Biden.

US-Medien machen live während der Debatte Faktenchecks. Unter anderem wird Trumps Behauptung korrigiert, er habe “die größte Wirtschaft” aller Zeiten erschaffen:

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Persönliche Angriffe

Trump wird persönlich, Biden sei “schwächster seiner Klasse gewesen”, habe “47 Jahre nichts getan”, will sich von Biden nicht belehren lassen. Er habe vor einer riesigen Aufgabe in der Corona-Krise gestanden, die der Kandidat der Demokraten nie hätte bewältigen können.

Zwischenzeitlich etwas mehr Ordnung in der Debatte – dann geht es wieder los

Die Debatte kommt in ruhigeres Fahrwasser. Das Durcheinander der Anfangsphase ist vorüber. Biden darf weitestgehend ausreden, auch Trump wird nicht unterbrochen. Moderator Wallace schafft es, seine Fragen zu adressieren und seine Schwerpunkte zu setzen. Doch schon bald fallen sich die Debattierenden wieder ins Wort, insbesondere Trump lässt sich kaum stoppen.

Themenkomplex Coronakrise

Wallace eröffnet den zweiten Themenkomplex: Covid. Biden erinnert an die 200.000 Toten in den USA und 7 Millionen registrierten Fälle. “Die Zahlen sind so, weil Sie so sind”, sagt Biden mit Blick auf Trump. Er kritisiert die Planlosigkeit des Präsidenten im Frühjahr und im Sommer.

Biden ruft den Präsidenten dazu auf, aus seinem „Bunker“ und von seinem Golfkurs zu kommen und Leben zu retten. Trump entgegnet, China sei Schuld an dem Virus. Wenn man auf Biden gehört hätte, wären die USA „weit offen gewesen“. Er aber habe das Land „geschlossen“ und einen „großartigen Job“ beim Umgang mit der Pandemie gemacht. Wiederholt fällt Trump Biden ins Wort und nennt ihn unter anderem „eine Katastrophe“. Biden wirft Trump vor, vollkommen unverantwortlich gewesen zu sein, zu lügen und im Angesicht der Pandemie in „Panik geraten“ zu sein.

Biden: “Jeder weiß, dass er ein Lügner ist”

“Jeder weiß, dass er ein Lügner ist”, betont Biden mit Blick auf den US-Präsidenten und reagiert mehrfach auf Trumps Monologe mit Schmunzeln. Biden kritisiert, dass Trump keinen Entwurf für eine neue Gesundheitsreform vorgelegt hat.

Debatte von Beginn an hitzig, Kandidaten fallen sich ins Wort, reden gleichzeitig

Chris Wallace hat schon in der Anfangsphase Mühe, das Gespräch in geordneten Bahnen zu halten. Die Kandidaten fallen sich ins Wort, setzen eigene Schwerpunkte, versuchen Fragen zu umgehen. “Ich bin der Moderator hier”, “Ich stelle hier die Fragen” muss Wallace mehrfach klarstellen. Biden reagiert auf Trumps Monologe mehrfach mit Gelächter.

Erster Diskussionspunkt: die Ginsburg-Nachfolge

Trump beschreibt Amy Coney Barrett, seine Kandidatin für das Oberste Gericht, als “herausragend”. Es gebe genug Zeit vor der Wahl am 3. November durch den Nominierungsprozess im Senat, der von einer republikanischen Mehrheit kontrolliert wird, ins Amt zu bringen. Trump beschreibt Amy Coney Barrett, seine Kandidatin für das Oberste Gericht, als “herausragend”. Es gebe genug Zeit vor der Wahl am 3. November durch den Nominierungsprozess im Senat, der von einer republikanischen Mehrheit kontrolliert wird, ins Amt zu bringen.

Biden beruft sich darauf, dass der Urnengang mit der Briefwahl schon begonnen hat. Es wäre nicht passend, den Wechsel am Obersten Gericht jetzt noch durchzupeitschen. Trump gehe es darum, eine Kandidatin ins Amt zu bringen, die sich gegen die Gesundheitsreform des frühreren Präsidenten Obama stellt.

Die Debatte beginnt

Chris Wallace eröffnet die erste TV-Debatte. Es gibt sechs Themenblöcke mit festgelegten Fragen und offener Diskussionsrunde. US-Präsident Donald Trump und Joe Biden geben sich aus Corona-Gründen nicht die Hand, so war das schon zuvor von Demokraten und Republikanern abgesprochen worden.

Hillary Clinton guckt auch zu

2016 musste sie die TV-Debatten mit Trump selbst absolvieren, jetzt verfolgt die damalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton die Diskussion mit “echtem Interesse” und “einer gewissen Erwartungshaltung”:

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E-Mail-Panne bei Team Trump

Da hat wohl jemand zu früh den Knopf gedrückt. Wie unter anderem “Bloomberg News”-Reporterin Jennifer Jacobs berichtet, ist Stunden vor der TV-Debatte eine E-Mail an diverse Trump-Unterstützer geschickt worden, in der es im Namen Trumps heißt: “Ich habe die Debatte mit Joe Biden hinter mir”. Es folgt in der E-Mail eine Nachlese der Debatte – die noch gar nicht stattgefunden hat.

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Demonstrationen unweit des TV-Studios in Cleveland

Trump-Unterstützer und Anhänger seines Herausforderers Biden haben sich unweit von dem Gebäude eingefunden, wo das erste TV-Duell zwischen den beiden stattfinden wird. Das berichtet die “Washington Post”. Einige Blocks weiter finde eine Protestkundgebung linksgerichteter Gruppen statt, bei der es um Rassendiskriminierung und den Klimawandel gehe.

Kamala Harris: Biden legt in TV-Duell Fokus auf Anti-Corona-Kampf

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden will laut seiner Vizekandidatin Kamala Harris im TV-Duell gegen Amtsinhaber Donald Trump seine Vision für den Anti-Corona-Kampf darlegen. Zudem wolle Biden erklären, wie er die durch die Pandemie gebeutelte Wirtschaft wiederaufbauen wolle, sagte Harris am Dienstag bei einem virtuellen Spendenevent mit Künstlern. „Joes Ziel in der Debatte ist es, direkt mit dem amerikanischen Volk zu kommunizieren.“

Das Land stehe in mancherlei Hinsicht an einem Scheideweg, sagte Harris weiter. So gelte es, neben der Pandemie und der Rezession mit Benachteiligung aufgrund der Ethnie in Amerika und dem Klimawandel umzugehen. Auch die Bemühungen der Republikaner um eine Besetzung des vakanten Richterstuhls am Obersten Gerichtshof noch vor der Wahl im November sei eine „Krise“. Und mittendrin sei ein Präsident, dessen Instinkt es stets sei, Chaos, Spaltung und Misstrauen zu säen, fügte die Senatorin von Kalifornien mit Blick auf Trump hinzu.

Harris trifft kommende Woche in Salt Lake City im Staat Utah in einem TV-Duell auf Vizepräsident Mike Pence.

Biden und Trump in Cleveland eingetroffen

US-Präsident Donald Trump und sein demokratischer Herausforderer Joe Biden sind in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio eingetroffen, wo das erste TV-Duell zwischen den beiden stattfindet. Vor der mit Spannung erwarteten Debatte schrieb Biden am Dienstag auf Twitter: „Sie verdienen einen Präsidenten, der Ihnen die Wahrheit sagt.“ Dazu veröffentlichte er ein kurzes Video, in dem dem republikanischen Amtsinhaber Trump Lügen vorgeworfen werden.

Als Themen für das 90-minütige Streitgespräch zwischen Biden und Trump wurden unter anderem die Corona-Krise, die Sicherheit der Wahl und die Lage der US-Wirtschaft festgelegt. Zur Sprache kommen dürften aber auch die jüngsten Enthüllungen der „New York Times“ zu Trumps Finanzen.

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Streit um Ohren-Inspektion vor TV-Debatte

Vor der ersten Debatte vor der Präsidentschaftswahl ist ein Streit um angebliche elektronische Ohrstecker der Kandidaten und andere Verfahrensfragen entbrannt. Das Wahlkampfteam von Amtsinhaber Donald Trump warf dem Team von Herausforderer Joe Biden am Dienstag vor, einer Ohren-Inspektion zunächst zugestimmt, am Dienstag aber einen Rückzieher gemacht zu haben. Das Trump-Team schürte damit den Verdacht, Biden lasse sich Antworten von seinen Mitarbeitern einflüstern, wofür es keine Belege gibt.

Trumps Team teilte auch mit, Biden habe es abgelehnt, sich vor der Debatte auf Medikamente testen zu lassen. Trump hat mehrfach den Verdacht geäußert, dass Biden Fragen nicht spontan selber beantwortet und dass sein Verhalten bei öffentlichen Auftritten auf den Konsum leistungssteigernder Substanzen hinweise. Belege dafür hat der republikanische US-Präsident nicht vorgelegt. Ein Biden-Sprecher hatte zu dem von Trump geforderten Medikamententest bereits vor wenigen Tagen erklärt: „Wenn der Präsident denkt, dass er seine Argumente am besten mit Urin vorbringen kann, braucht er sich keinen Zwang anzutun.“ Biden selber reagierte am Dienstag mit Humor. „Es ist der Abend der Debatte, also halte ich meine Ohrhörer und Leistungssteigerer bereit“, schrieb er auf Twitter. Daneben stellte er ein Foto mit einem iPhone-Kopfhörer und einem Becher Eis. Biden ist ein erklärter Fan von Eiscreme.

Trumps Wahlkampfteam teilte am Dienstag auch mit, Bidens Mitarbeiter hätten um mehrere Pausen während der 90-minütigen Debatte gebeten, „die Präsident Trump nicht benötigt, weswegen wir dieses Ersuchen abgelehnt haben“. Trump (74) hat mehrfach den Geisteszustand seines 77-jährigen Herausforderers in Frage gestellt, den er als „Sleepy Joe“ (schläfrigen Joe) bezeichnet.

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Weißes Haus: Nominierung von Richterin Barrett an Senat übermittelt

US-Präsident Donald Trump hat die Nominierung von Amy Coney Barrett für den freigewordenen Posten am Supreme Court formell an den US-Senat übermittelt. Das ging am Dienstag aus einer Mitteilung des Weißen Hauses hervor. Barrett, die nach Trumps Willen der verstorbenen Richterin Ruth Bader Ginsburg nachfolgen soll, kam am Dienstag im US-Kapitol unter anderem mit dem republikanischen Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, zusammen.

Kandidaten für den Supreme Court werden vom Präsidenten vorgeschlagen und müssen von einer einfachen Mehrheit im Senat bestätigt werden. Trumps Republikaner haben eine Mehrheit in der Parlamentskammer.

Vize-Kandidatin Harris zahlte vergangenes Jahr 1,2 Millionen Dollar Bundessteuern

Auch die demokratische Kandidatin für die Vize-Präsidentschaft, Kamala Harris, hat ihre Steuerunterlagen vor der TV-Debatte veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass sie und ihr Ehemann – ein Anwalt – 2019 etwa 1,2 Millionen Dollar an Bundessteuern auf ein gemeinsames Jahreseinkommen von 3,3 Millionen Dollar gezahlt haben. Der republikanische Vize-Präsident Mike Pence veröffentlichte zwar vor der Wahl 2016 seinerseits noch seine Steuererklärungen, hält sie aber seitdem wie Trump unter Verschluss.

Biden veröffentlicht vor Debatte Steuererklärung

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat 2019 299.346 US-Dollar an Einkommenssteuern bezahlt, wie aus am Dienstag vom Kandidaten veröffentlichten Dokumenten hervorgeht. Biden erhielt demnach eine Rückerstattung von 46.858 Dollar, nachdem er 346.204 Dollar an Einkommenssteuern gezahlt hatte. Die “New York Times “berichtete am Sonntag, dass Präsident Donald Trump sowohl im Jahr 2016 als auch im Jahr 2017 lediglich 750 Dollar an Einkommenssteuern gezahlt habe.

Den Angaben vom Dienstag zufolge hatten Biden und seine Frau Jill 2019 insgesamt ein steuerpflichtiges Einkommen von 944.737 Dollar (rund 804.820 Euro).

Angeblich wollen Republikaner Debatte über Corona-Tote verhindern

Nach Darstellung von Bidens Wahlkampf-Team hat die republikanische Gegenseite den Moderator der Debatte gebeten, nicht die Zahl der Toten durch die Coronavirus-Pandemie in den USA zu erwähnen. Die US-Seuchenbehörden CDC beziffern sie aktuell auf 204.598. Trumps Wahlkampfteam wies die Behauptung der Demokraten zurück. Das sei „eine Lüge und ist nie passiert“, sagte ein Sprecher.

Brisanter Bericht: Nur seine Reality-Show rettete Trump

Biden hat häufig seine Kindheit in der Arbeiterschicht hervorgehoben. Er hat die Wahl als Kampagne „zwischen Scranton und Park Avenue“ beschrieben. Damit verweist er auf seine alte Heimatstadt in Pennsylvania und Trumps Leben als Geschäftsmann in Manhattan. Diese Darstellung dürfte Biden bei der Debatte betonen, nachdem die Zeitung „The New York Times“ berichtet hatte, dass Trump 2016 und 2017 nur jeweils 750 Dollar an Bundeseinkommensteuern gezahlt habe und in anderen Jahren gar nichts.

In einem zweiten Teil ihrer Steuer-Recherche charakterisierte die “New York Times” Trumps Karriere als Geschäftsmann als von Niederlagen und Pleiten gekennzeichnet. Allein seine Rolle in der Reality-Show “The Apprentice” habe den heutigen Präsidenten ökonomisch gerettet. Mit der Show habe Trump fast 200 Millionen US-Dollar verdient.

US-Börsen vor TV-Duell zwischen Trump und Biden verhalten

Vor der ersten Fernsehdebatte zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden halten Anleger an der Wall Street die Füße still. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel am Dienstag 0,1 Prozent auf 27.558 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 ging ebenso wie der Index der Technologiebörse Nasdaq fast unverändert mit 3350 und 11.117 Punkten in den Handel.

„Der Markt hat seine Augen auf die Debatte heute Abend gerichtet, um einen Hinweis darauf zu erhalten, wie die Politik in den nächsten zwölf Monaten aussehen wird“, sagte Thomas Hayes, Geschäftsführer beim Finanzinvestor Great Hill Capital. Die Experten von Goldman Sachs gehen davon aus, dass ein Wahlsieg Bidens zusammen mit der Kontrolle von US-Senat und Repräsentantenhaus durch die Demokratische Partei für die Gewinne der US-Unternehmen im Index S&P 500 leicht förderlich wäre. Zudem könnte eine Regierung unter Biden positiv für Aktien von Öko-Energie-Firmen sein. Ein Wahlsieg Trumps könnte den Experten zufolge dagegen weitere Erleichterungen für Konzerne bringen, die bereits von den Körperschaftssteuersenkungen profitiert haben.

TV-Debatte im Wettbüro: Amerikaner setzen Geld vor Trump-Biden-Duell

Wird „Sleepy Joe“ der erste Spitzname sein, mit dem US-Präsident Donald Trump seinen Herausforderer beleidigt? Wie viele Male wird Joe Biden „Barack Obama“ sagen? Und werden Biden und Trump auf der Bühne eine Maske tragen? Vor der ersten TV-Debatte zwischen den beiden im US-Wahlkampf stehen unzählige Fragen im Raum. Zahlreiche Amerikanerinnen und Amerikaner haben wiederum entdeckt, dass sich auf diese Fragen wetten lässt. Fast eine halbe Million US-Bürger beteiligten sich bis Montagmorgen an Wetten von Online-Anbietern wie DraftKings, FanDuel und Fox Bet.

In den USA hat kein Gericht Wetten auf Wahlen legalisiert, in Europa sind sie dagegen erlaubt und verbreitet. Da die US-TV-Debatte aber keine Wahl ist, können die Amerikaner wetten wie sie wollen. Für die erfolgreichsten Gewinner haben die Anbieter Preispools von 50.000 und 25.000 Dollar aufgesetzt.

Chris Wallace moderiert die erste TV-Debatte

Fünf Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl treten Amtsinhaber Donald Trump und sein Herausforderer Joe Biden am Dienstag (21.00 Uhr Ortszeit; Mittwoch 03.00 Uhr MESZ) in einem ersten Fernsehduell gegeneinander an. Bei der in Cleveland im Bundesstaat Ohio ausgetragenen TV-Debatte wird es unter anderem um die Corona-Pandemie, die Wirtschaft, die Rassismus-Debatte, die Integrität der Wahlen und die umstrittene Nominierung einer neuen Verfassungsrichterin gehen.

Moderiert wird das Rededuell, das von dutzenden Millionen Fernsehzuschauern verfolgt werden dürfte, vom Journalisten Chris Wallace vom konservativen Nachrichtensender Fox News. Hier finden Sie ein Portrait des Journalisten.

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